Nachdem die Sklaverei 1865 offiziell abgeschafft wurde, gab es nun Tausende von Afrikanern, die keine Chance mehr sahen in ihre Heimat zurückzukehren und in Amerika blieben.
Die Sklaverei war besonders in Südamerika sehr ausgeprägt gewesen und es war nicht daran zu denken dort in der Gegend bezahlte Arbeit und ein Dach über dem Kopf zu finden, zumal die Familien der Afrikaner relativ groß waren. So entschloss sich ein Großteil der ehemaligen Sklaven, in Nordamerika ihr Glück zu versuchen.
Auch dort war die Aussicht auf Arbeit nicht besonders gut, aber hier und da bekamen auch Afrikaner einen Job. Er war oft schlecht bezahlt und die Umstände unter denen die heutigen Afroamerikaner arbeiten mussten waren unvorstellbar schlecht, aber sie hatten einen Job und konnten ihren Familien ein wenig Geld nach Hause bringen. Ihr Zuhause war nicht weniger unmenschlich als ihre Arbeit. Viele mussten in Ghettos leben. Sie waren auf engstem Raum zusammengepfercht mit tausend anderen Menschen, und hatten nicht viel mehr Rechte als vor der Abschaffung der Sklaverei.
Die Öffentlichkeit schien sich nicht im Geringsten für die Probleme der Menschen in den Ghettos von New York und Los Anglase zu interessieren.
Die Erwachsenen arbeiteten oft 12 Std. am Tag, um das Nötigste für den Lebensunterhalt zusammen zubekommen.
Für Kinder wurde nicht gesorgt. Die Jugendlichen, die nicht zur Schule gingen, gesellten sich zu einer der vielen Gangs, die sich gebildet hatten. Die Gangs warteten oft nur darauf, dass der Gangführer das OK gab, sich mit einer anderen Gang zu prügeln. Dort konnten sie dann ihren Ärger, ihre Wut gegen sich selbst und andere und ihre Aggressionen lassen. Gerade durch die Gangs, welche die Straßen der Ghettos beherrschten, stieg die Kriminalität unter Jugendlichen extrem an.
Es musste sich etwas ändern und das tat es auch.
Die Jugendlichen entdeckten, die Musik für sich.
Sie begannen ihre Kämpfe, die früher in Form von Prügeleinen statt fanden, in einer der drei Hip Hop Disziplinen auszutragen. Sie tanzten (Breakdance), sangen (Rap), oder malten (Graffiti) gegeneinander und vor allem respektierten sie, wenn sie mal nicht gewannen und sahen ein, dass der Andere besser war als sie.
Durch ihre Raps erzählten sie, wie das Leben im Ghetto war und zogen so auch das Interesse der Aufmerksamkeit auf die wahren Probleme der Afroamerikaner in den USA.