Tommel, Rhythmus und Bewegung

Tommel, Rhythmus und Bewegung sind die drei Grundelemente des afrikanischen Tanzes. Sie gehören untrennbar zusammen und doch hat jedes Element seine ganz eigene Funktion. Zusammen bilden sie eine logische Reaktionskette. Die Trommeln erzeugen Rhythmus, der wiederum Bewegung fordert.

Trommel:

Die afrikanische Trommel ist in Afrika nicht nur das zentrale Musikinstrument, sondern gleichzeitig auch ein Überbringer, eine Verbindung zu den alten Traditionen.

Die Trommel unterstützt die Erzählungen der Griots und so wird oft gesagt, die Trommeln erzeugen nicht nur Rhythmen, sondern sie sprechen auch. Sie erzählen von den alten Traditionen und ihrer Entstehungen.

Bei Festen wird oft nur Trommel gespielt. Durch die verschiedene Lautstärken oder Tempi werden die Tänzer angespornt ihr Bestes zu geben. In Afrika sind Trommelrhythmen bei jeder Art Musik dabei. Selbst die aktuellen Sänger des Senegals verwenden in ihren Songs Trommelrhythmen.

Die Trommel ist eine Begleitung ohne die ein Leben in Afrika einfach nicht vorstellbar ist.

Rhythmus:

Durch das laute oder leise-, schnelle oder langsame- Spielen der Trommel entsteht ein Rhythmus, der die Menschen verzaubert.

Der Mensch wird von dem Rhythmus regelrecht gepackt und kann nicht anders als sich, in eben diesem, zu bewegen.

Die afrikanische Musik basiert auf dem Rhythmus, während der Grundstein unserer Musik die Melodie ist.

Bei choreographierten Tänzen werden keine Zeiten von eins bis acht, so wie bei uns, gezählt, sondern für jeden ist klar, wenn der Rhythmus wechselt, wechselt auch der Schritt. So kann es vorkommen, dass ein Schritt bis zu zwei Minuten lang getanzt wird. Wenn man also eine afrikanische Choreographie tanzt, muss man wissen, welcher Rhythmus zu welchem Schritt gehört und nicht welcher Schritt als nächstes kommt.

Bewegung:

Wenn die Trommel nun erklingt und der Rhythmus zu hören ist, dann hat der Körper sehr schnell das Bedürfnis sich zu dem vorgegebenen Rhythmus zu bewegen.

Afrikaner haben die Gabe, dass sie ihren ganzen Körper bewegen können. Wenn der Rhythmus erklingt, gibt sich der Körper ihm völlig hin und es bewegt sich nicht nur, wie häufig bei Europäern, mal das eine Bein, mal das andere. Bei ihnen bewegt sich der ganze Körper, von der Zehenspitze bis zu den Haarspitzen. Ihre Bewegungen sind sehr locker und kommen oft aus der Hüfte. Sie können die Beine in die Luft schmeißen und es aussehen lassen als berühren sie kaum den Boden. Es wird viel mit der Hüfte und den Beinen getanzt, die Arme gehen einfach ganz natürlich mit, haben keine eigenen Figuren. Oft brauchen die Tänzer die Arme auch, weil sie ihre Kleider oder langen Gewänder hochhalten müssen, damit sie nicht schmutzig werden.