Städte und Dörfer

Bei den traditionellen Festen der Afrikaner muss man zwischen Dörfern und Städten einen Unterschied machen. Die Städte sind weitgehend modernisiert und können den europäischen und amerikanischen Einflüssen der westlichen Welt nicht mehr entkommen. Ihr Denken ist anders und die traditionellen Feste, die gesamte Tradition wird nicht mehr so penible genau genommen, wie in einem Dorf. In der Stadt lebt jeder mehr sein eigenes Leben, im Dorf lebt das gesamte Dorf zusammen. Das Umgehen miteinander ist vollkommen anders. Ein Dorf baut auf die Solidarität und den Gemeinschaftssinn der anderen Dorfbewohner. Wenn in einem Dorf ein Fest gefeiert wird, feiern nicht nur ein paar Familien, sondern das gesamte Dorf und das sogar über Tage hinweg. Man hilft sich gegenseitig bei den Vorbereitungen. Das Essen muss gekocht werden, die Kleider für die Mädchen raus gesucht und Masken müssen hergestellt werden, falls welche gebraucht werden. Für Tabaski muss ein Schaf gekauft werden, das man schlachten und kochen kann.

In den Dörfern gehört der Tanz zu den Festen noch mehr dazu, als zum alltäglichen Leben. Die Feste sind im Dorf, genauso wie in einer Stadt als Unterhaltung und zur Freude da. Die Tradition sagt, man tanzte um die Götter und Ahnen wohl zu stimmen. Mittlerweile benutzen die Städter den Tanz aber auch um Stress und Aggressionen abzubauen und um sich einfach gut zu fühlen, fast so wie hier. Natürlich werden auch in den Städten noch traditionelle Feste gefeiert, aber eben nicht mehr so streng wie in manchen Dörfern.